MAGAZIN / LETZTE ÄNDERUNG: 19.05.2013

LOGIN
KALENDER
KONTAKT
LINKS
IMPRESSUM
NUTZUNGSBEDINGUNGEN
Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal im Gespräch mit Mathieu Wellner
"Wir sehen uns in der Pflicht, bei jeder neuen Aufgabe in unseren Überlegungen bei null anzufangen. Das kann so weit gehen, dass wir unsere Disziplin, also die Art und Weise, wie Architektur praktiziert wird, grundsätzlich hinterfragen." So beschreibt Jean-Philipe Vassal von "Lacaton & Vassal" seine täglichen Anstrengungen als Architekt. Das Gespräch mit Mathieu Wellner wurde im Juli 2012 in Paris geführt und ist Teil des Kataloges "Reduce, Reuse, Recycle, Ressource Architektur", der Publikation zum deutschen Beitrag auf der 13. Internationalen Architekturausstellung der Biennale Venedig 2012. [mehr]
Peter Volgger: Frank Lloyd Wright
Peter Volggers Text zur Vorlesung über Frank Lloyd Wright. Towards a Democratic American Architecture. [mehr]
The Future Language of Architecture, Entwerfen 2011-2012
The Future language of Architectue ist ein Science Fiction Projekt im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist zum Teil ein theoretisches und zum Teil ein rein spekulatives Projekt. Wir werden Texte lesen und selbst schreiben, aber auch Bilder produzieren und damit versuchen, die Texte hinter uns zu lassen.

  [mehr]

Ein Gespräch zwischen Thomas Demand und Bart Lootsma
Ein Gespräch zwischen Thomas Demand und Bart Lootsma über die Arbeiten 'Presidency' und 'Embassy' von Thomas Demand. Die beiden Arbeiten wurden im MUMOK in Wien im Herbst 2009 gezeigt. [mehr]
Bart Lootsma: Abstraktion, Demokratie und Populismus
Vortrag von Bart Lootsma auf dem von der internationalen Konferenz Abstract City: Urban Living, organisiert von Prof. Bettina Götz der UdK Berlin in der AEDES Network Campus in Berlin am 5. Mai 2010. [mehr]
BART LOOTSMA: LERNEN VON SACHSEN-ANHALT
Die Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 präsentiert konkrete städtebauliche Lösungen für 19 Städte, deren Einwhohnerzahl in den letzten beiden Jahrzehnten zum Teil drastisch gesunken ist. In einem Essay für das Buch zur IBA analysiert Bart Lootsma das Projekt im internationalen Vergleich. [mehr]
Bettina Schlorhaufer: Heinz Tesar, Architekt und Künstler
"Ein Ärgernis und eine Herausforderung" nannte der österreichische Architekturkritiker Friedrich Achleitner die Bauten Heinz Tesars und brachte damit zum Ausdruck, dass sich die Projekte des Architekten allen üblichen Kriterien der Bewertung entziehen. Sie stellten Autoren wie Achleitner vor die "ärgerliche" Aufgabe, für ihre Beschreibung neue -quasi literarische- Wege finden zu müssen. An anderer Stelle bezeichnete [mehr]
ANDREAS RUMPFHUBER: LES PALUVETIERS #16: GUGLMUGL
Guglmugl ist eine zwischen 1998 und 200 geplante und errichtete Wohnhausanlage mit 32 Reihenhäusern die rund um einen Gemeinschafsraum als Atrium gruppiert sind. Der eigentumsbasierte Wohnbau liegt an einem Nordhang am Rande der Linzer Altstadt. Er ist einer der aktuellsten Varianten vom Architekten Fritz Matzinger entwickelten Baugruppenmodells und seiner [mehr]
BART LOOTSMA: EINE UNDEUTLICHE IKONE
Der Wettbewerbsentwurf für den Chicago Tribune Tower von Walter Gropius und Adolf Meyer

Der Entwurf von Walter Gropius und Adolf Meyer für ein Büro- und Verwaltungsgebäude für die Chicago Tribune kam 1922 im Rahmen eines von der Zeitung ausgeschriebenen internationalen Wettbewerbs zustande. Anlass für den Wettbewerb war das 65. Jubiläum der Zeitung. Nachdem europäische Architekten sich seit einigen Jahrzehnten von den neuen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten hatten inspirieren lassen, war dies für sie die erste Gelegenheit, sich mit einer spezifisch amerikanischen Aufgabe eines Wolkenkratzers zu befassen. [mehr]

Panajota Panotopoulou: Ceci n'est pas un paradis fiscal
Steueroase Luxemburg? – « Ceci n’est pas un paradis fiscal »

Luxemburg befindet sich im Wandel und steht paradigmatisch für eine europäische Stadt, die durch die Effekte der Internationalisierung und Globalisierung eine enorme Konzentration an Informationen rezenter städtebaulicher Entwicklungen aufweisen; die bedeutende Rolle Luxemburgs in der globalen Finanzindustrie sowie die Präsenz der E.U.-Institutionen definieren Luxemburg als einen strategisch wichtigen, transnationalen Ort in Europa, dem ähnlich wie den Stadtzentren der „Global Cities“ (Saskia Sassen) ein beachtlicher Wachstumsboom bevorsteht. [mehr]

JOACHIM KRAUSSE: UNSICHTBARE ARCHITEKTUR
Vortrag "Unsichtbare Architektur. Die Structural Study Associates, New York, und die Transformation von Architektur in Informationsarchitektur" von Joachim Krausse am [mehr]
MARK BLASCHITZ: SPLITTERWERK
Splitterwerk ist eine Gruppe aus jungen Grazer Architekten und Gestaltern, die bereits seit den frühen 1990er Jahren auf außer- und ungewöhnliche Weise mit dem Verhältnis von Oberfläche und [mehr]
BAS PRINCEN, MILICA TOPALOVIC: INVISIBLE FRONTIER
Linz Status Quo III: Die Debatte
Symposium "Linz Status Quo 3 - Die Debatte" und Präsentation der Publikation "LINZ TEXAS eine Stadt mit Beziehungen" [mehr]
Linz Status Quo - Angelika Schnell: Deja Vu
Der Doppelgänger
Industriestadt mit großem Binnenhafen und mächtigen Fabriken, deren Schlote heute nicht alle mehr rauchen, aber dafür weniger stinken, seit Generationen von der Sozialdemokratie regiert (in einem schwarzen Land), auch schon vor 1933, Bürgermeister mit mehreren Amtsperioden keine Seltenheit, eigentlich geopolitisch bevorzugt gelegen, aber doch immer bloß [mehr]
Angelika Schnell: Das Spiegelstadium im Stadion
Wenn von medialen Räumen die Rede ist, denkt man sogleich an Räume, die von hochentwickelten Technologien erstellt worden sind und deren kulturelle Bedeutung alleine schon deshalb außer Frage steht. Dem Medium Fernsehen hingegen [mehr]
BART LOOTSMA: The nth typology, the typology of the and, or the end of typology?
Traditionally, in dwelling, ideas about the collective have been expressed in types, both on the level of the individual dwelling as well as on the level of urbanism. Today however, this relationship is not as obvious any more as it used to be. [mehr]
Angelika Schnell: Sehen und Gesehen-Werden
Alle merken plötzlich, daß man die Transparenz der Wände “benutzen” kann. Diese Erkenntnis vermittelt ihnen ein Verrückter.1

Von 1926 bis 1930 notiert Sergej Eisenstein Ideen und bildhafte Szenen für ein Drehbuch zu Glass House, dessen ‘Hauptdarsteller’ ein gläserner Wolkenkratzer mit Wohnungen und Büros sein sollte. Wahrscheinlich inspirierte ihn eines der beiden Glashochhäuser von Mies van der Rohe (1919 bzw. 1921) zu diesem Filmprojekt, das genau wie diese nie realisiert wurde. Während Mies jedoch vor allem die konstruktiven und ästhetischen Besonderheiten seiner Glashäuser herausstellt, ist der Filmregisseur von den ungeahnt dramatischen Wirkungen der völligen Transparenz eines Gebäudes eingenommen, insbesondere weil in seinem Glass House nicht nur die Wände und die Außenhaut aus Glas sein sollen, sondern auch die Fußböden. [mehr]
Angelika Schnell: Der Berg muss ein Buch werden
Zehn Jahre hat S,M,L,XL, dessen Auflage angeblich sechsstellig ist, inzwischen auf dem Buckel. Sein Einfluß scheint nicht zu schwinden. Ohne zu zögern, wird es in einem Atemzug als „Bibel“ und als zeittypisches Produkt einer „von Bildern gesteuerten Kultur“ hofiert. (1) Es soll die Architektur-Monographie neu definiert haben und einer ganzen Generation von Architekten als Referenz dienen. Weil es zugleich Anlaß und Ergebnis einer Krise des Büros ist, die als Krise der Architektur gilt, braucht es wohl das ganze Gewicht von zweieinhalb Kilogramm für den Ritt auf der Kanonenkugel. Manche halten es für das „Buch des Jahrhunderts“, andere für ein inhaltsleeres Machwerk. Einig sind sich die meisten über seine enorme Außenwirkung. Und die geht nicht von den Projekten (die meisten kennt man ja), sondern vom Format und von der Gestaltung aus. [mehr]
Angelika Schnell: Die Phantome von Rotterdam
Zu Recht ist das Ansehen Rotterdams als „moderne Architekturstadt" gewachsen. Aber wäre es auch gerechtfertigt, Rotterdam als „Stadt des modernen Städtebaus" oder der Stadtplanung zu bezeichnen? [mehr]
Fundamentals: Entwerfen M 2013
Das Master-Entwerfen von Architekturtheorie im Sommersemester 2013 hat als Thema Fundamentals (Grundlagen). Fundamentals ist der Titel und das Thema der Architekturbiennale in Venedig nächstes Jahr und wurde von Rem Koolhaas vorgegeben. Dabei geht es eigentlich um zwei Themen: Erstens geht es um die unvermeidlichen, unveränderlichen Elemente die –unterstellt Koolhaas- jeder Architekt ‚anytime, anywhere’ gebraucht, wie: Tür, Boden, Decke, und so weiter. Zweitens geht es um die Evolution der nationalen Architekturen der letzten 100 Jahre, also seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges. Koolhaas spricht die Vermutung aus, dass sich spezifische und lokale Architekturen im Rahmen der Globalisierung aufgelöst haben und damit nationale Identitäten mehr oder weniger austauschbar geworden sind. Foto Bas Princen. [mehr]
Michael Zinganel: Alpine Wucherungen
Die alpinen Tourismusdestinationen im Westen Österreichs stellen sich heute als hybride Agglomerationen von Bauwerken dar, die sich inmitten einer monumentalen Bergwelt scheinbar willkürlich und ungeplant rund um Seilbahnen und Lifte angelagert haben. Sie bestehen aus riesigen Parkplätzen und Parkhäusern, Skiverleih- und Apres-Ski-Einrichtungen, Hotels, Pensionen und Appartment häusern, aus festen und ephemeren Bühnen, sowie Backstage Facilities und Service Einrichtungen, deren Anordung und Form den Ordungsobsessionen und Stilpräferenzen der akademischen Eliten -vor allem RaumplanerInnen, ArchitektInnen und ArchitekturkritikerInnen- entgegenstehen. [mehr]
Philipp Reinfeld: Locationtown
Welches sind die treibenden Kräfte, die (wie die Beispiele Potsdamer Platz und Arena Auf-Schalke zeigen) zu einer steigernden Abhängigkeit realer Raumproduktion von medial vermittelten Raumbildern führen? Entstehen diese Verbindungen durch eine unbewusste "Vermischung" von bildlich-medialen und realem Raum oder ist eine solche Angleichung die Folge gezielten Handelns von Bauherren und Planern? Was passiert, wenn man die spezifischen Kriterien der Wahl von Locations (Drehorten) in der Bildproduktion den kontextuellen Planungsanforderungen von Architekten und Stadtplanern gegenüberstellt? [mehr]
Florian Medicus: Zur Konstruktion des Endless House
Friedrich Kieslers ‚Endless House’ gilt, wohl gerade aus dem Umstand heraus, dass es nie realisiert wurde, als eines der radikalsten Konzepte der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Obwohl schon Walter Gropius meinte, dass es ganz wesentlich wäre, Kieslers Architektur in die Realität zu übersetzen1, blieb es bislang bei den bekannten Zeichnungen, Plänen und Modellen. Es stellt sich
jedoch immer wieder (und wie bei vielen anderen Projekten) die Frage, ob die Verwirklichung des ‚Endless House’ der Vision mehr geschadet als Gutes getan hätte.  [mehr]
BART LOOTSMA: URBAN DRIFTWOOD AND BLACK HOLES
A lecture by Bart Lootsma at the Future of Urbanism conference, which took place at the University of Michigan's Taubman College of Architecture and Urban Planning in Ann Arbor on March 19 and 20, 2010. The complete lectures of the conference, with speakers like ao. Christina Boyer, Benjamin Bratton, Marshall Brown, Teddy Cruz, Bryan Finoki, Saskia Sassen and Edward Soja can be found on Taubman College's Youtube channel. [mehr]
Gion Caminada im Gespräch mit Bettina Schlorhaufer: Etwas tun, um das Leben ein bisschen erträglicher zu machen
Nach einer Lehre für Bauschreiner wurde der Graubündner Architekt Gion Caminada erst später Architekt. Er hat sein Büro in seinem Heimatort, dem kleinen Bergbauerndorf Vrin. Das hindert ihn nicht daran, auch an der ETH Zürich zu unterrichten. Für Gion Caminada ist ein Architekt immer auch [mehr]
Reinhold Messner im Gespräch mit Bettina Schlorhaufer: Ich hätte Architekt werden sollen........
Der Extrembergsteiger und zeitweilige Europa-Parlementarier Reinhold Messner macht nun als Museumsexperte von sich reden. Unter dem Motto "Eine Idee - Fünf Häuser" möchte er seine Kunst- und Kuriositäten-Sammlungen in fünf sogenannten "Messner Mountain Museums" präsentieren. Messners Rolle als [mehr]
Bart Lootsma: Kunst unter den Flügeln der Architektur
Wie bei so vielem in Le Corbusiers Werk, ist auch seine Haltung zur Frage einer möglichen Zusammenkunft der unterschiedlichen Kunstformen voller Widersprüche. Selber war er sowohl Architekt, Städtebauer als auch bildender Künstler; in einem Text aus den dreißiger Jahren spricht er über die “Sainte alliance des arts” [Die heilige Allianz der Künste] – dennoch ist seine Haltung vor allem durch Zurückhaltung gegenüber den Möglichkeiten und dem Wert einer solchen Synthese gekennzeichnet. Wenn man der Kunst schon einen Platz in einem Gebäude einräumen muß, dann doch der alles beherrschenden Architektur untergeordnet, wie beim Pavillon de l’Esprit Nouveau aus dem Jahr 1925.Le Corbusier war vor allem an einer Synthese seiner eigenen Arbeit als Entwerfer und bildender Künstler interessiert. Insbesondere bei seinen späten Projekten wie den Regierungsbauten in Chandigarh und der Kapelle in Ronchamp bot sich ihm die Gelegenheit, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.Die Entwicklung von Le Corbusiers Denken auf dem Gebiet der Synthese der Künste wird in diesem Artikel mit dem Werk von Künstlern und Theoretikern aus seinem Umfeld in Verbindung gebracht. Picassos Guernica und Serts spanischer Pavillon in Paris (1937) haben ihn beeinflußt, genauso wie die Schriften von Sigfried Giedion.

  [mehr]

Bart Lootsma: Architekturtheorie
Das Wort Theorie geht aus dem altgriechischen Verb „theorein“ hervor, das soviel wie „schauen“ oder „beobachten“ bedeutet. Das Zentrum der Architekturtheorie ist also das Betrachten und Interpretieren von Architektur und all ihrer Aspekte. Wie inzwischen in der Kulturtheorie üblich, beschäftigt sich Architekturtheorie nicht nur mit einem elitären oder kanonisierten Teil der gebauten Umgebung, sondern allgemein mit räumlichen Praktiken. Sie versucht nicht, in eine hypnotische Metaphysik oder komplexe Kosmologie zu
flüchten, die dann, zusammengefasst als Katechismus, zu Rezepten für Gebäude führen soll. Sie versucht, die tatsächlichen, realen Kräfte, welche die Umwelt formen, selbst in ihrer Mittelmäßigkeit zu verstehen. Sie analysiert die Bedingungen, unter denen diese
Produktion stattfindet, und stellt Vermutungen über die möglichen sozialen, politischen und kulturellen Auswirkungen spezifischer Interventionen an.

Auf dem Foto: Cornelis van Eesteren [mehr]

DAS ORNAMENT IM DIGITALEN ZEITALTER
Vortrag "Kampfplatz der Theorie: Das Ornament im digitalen Zeitalter" von Jörg Gleiter am 20. November 2008 im Rahmen der [mehr]
SEBASTIEN MAROT: EXILE ON MAIN STREET
Sebastien Marot is a philosopher and guest-professor for landscape architecture at the ETH Zürich. This lecture is based on his PhD ‘Palimpsestuous Ithaca: A Relative Manifesto for Sub-Urbanism’, in which he traces the roots of contemporary discourse in architecture, urbanism and landscape architecture in the landscape setting of Cornell University in Ithaca. [mehr]
BART LOOTSMA: TOTAL IMMERSION
Bart Lootsma - Total Immersion (Vortrag an der Lichtakademie Bartenbach [mehr]
Claudia Wedekind: Invisible Frontier, Landscape Fictions Based on True Stories
Eine Ausstellung über natürliche und künstliche, reale und fiktive Landschaften mit geschossübergreifenden Installationen von Bas Princen und Milica Topalovic, ergänzt durch [mehr]
Linz Status Quo - Bart Lootsma: Das Kulturelle Kapital einer Stadt
In „Linz Status Quo“ hat der englische Ausdruck „cultural capital“ eine doppelte Bedeutung. In erster Linie geht es natürlich darum, dass Linz gemeinsam mit Vilnius im Jahr 2009 Kulturhauptstadt Europas ist. Die zweite Bedeutung bezieht sich auf das kulturelle Kapital von Linz an sich. Für den Soziologen Pierre Bourdieu, der den Begriff des kulturellen Kapitals prägte, umfasst dieses alle materiellen Güter ebenso wie die Wissensformen, Bildung und Fähigkeiten, die Menschen Erreichen von Status und Macht erleichtern. Es gibt drei Formen des kulturellen Kapitals. In seinem institutionalisiertem Zustand wird kulturelles Kapital durch Einrichtungen, die Diplome und Titel vergeben, anerkannt. Der objektivierte Zustand bezieht sich auf Gegenstände, die von Personen besessen und verkauft werden können, wie Instrumente, Bücher oder Kunstwerke. Im inkorporierten Zustand ist das kulturelle Kapital im Einzelnen verinnerlicht, als vererbte und erworbene Eigenschaften seiner selbst.

Veröffentlicht/Published in: Angelika Fitz, Martin Heller (Hg. / eds.), LINZ TEXAS. Eine Stadt mit Beziehungen / A City Relates, Springer-Verlag/Vienna.

Linz Status Quo - Roemer van Toorn: Für ein anderes Stadtspektakel
Wo ihm klar ist, dass in unseren hochentwickelten Städten viel zu tun ist, möchte Roemer van Toorn – als Gedankenexperiment – der Stadt Linz ein einzigartiges Projekt vorschlagen. In diesem Projekt [mehr]
Bart Lootsma: Der Architekt als Mittelfeldstratege
Es gab eine Zeit, da große Fußballer wie Günther Netzer und Willem van Hanegem die ‘Architekten auf dem Mittelfeld’ genannt wurden. Sie spielten nicht nur brilliante Pässe, die direkte Ergebnisse zur Folge hatten, sondern waren auch in der Lage, ein Spiel zu lesen und für sich zu gestalten, das Tempo zu steigern oder zu drosseln und mit einem eindringlichen Blick, einer beiläufigen Körperbewegung oder einem Dribbler ihre Mitspieler zu dirigieren. Im heutigen Fussball sind die ‘Spielmacher’ (warum wird dafür auch in anderen Sprachen oft das deutsche Wort gebraucht?) dieses Kalibers so gut wie ausgestorben - selbst Zinedine Zidane spielt nicht so dominant und konstant wie Netzer und Van Hanegem. Die wirklich großen Mannschaften haben heutzutage mehrere Spieler, die je nach Situation eine Weile eine dominantere Rolle erfüllen, um beim nächsten Match nicht weiter aufzufallen, auf einer ganz anderen Position zu spielen, oder sogar ganz auf der Bank zu sitzen.
BART LOOTSMA: LE CORBUSIER SYNTHESE DES ARTS
Wie bei so vielem in Le Corbusiers Werk, ist auch seine Haltung zur Frage einer möglichen Zusammenkunft der unterschiedlichen Kunstformen voller Widersprüche. Selber war er sowohl Architekt, Städtebauer als auch bildender Künstler; in einem Text aus [mehr]
Bart Lootsma: Die Paradoxien des modernen Populismus
Die Paradoxien des modernen Populismus. Der Aufstieg des Populismus in Europa geht Hand in Hand mit einer Krise des Wohlfahrtsstaates und der repräsentativen Demokratie. Es überrascht daher nicht, dass die Architektur - vielleicht nicht im Sinne von außergewöhnlichen architektonischen Meisterwerken, wohl aber was Wohnbau und Stadtplanung betrifft - das Lieblingsthema populistischer Politiker ist. [mehr]
Roemer van Toorn: Ästhetik als Form der Politik
Ein bedeutender Teil der westlichen kritischen Tradition, wie das Denken Foucaults oder die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, lenkt die Forschung fort von der Erfahrung und hin zur Seite der Dekonstruktion oder Criticality. Das Problem selbst [mehr]
Bart Lootsma: Koolhaas, Constant und die Niederländische Kultur der 60er Jahre
Eine Rekonstruktion von den Jahren bevor Rem Koolhaas sich entschied Architekt zu werden und er als Journalist und Filmemacher involviert war in der Niederlänischen Avant-Garde Kultur der Sechziger. [mehr]
Survival of the fittest, Entwerfen 2012-2013
In ‚Survival of the Fittest’ geht es vor allem um die Frage, wie man Sport als kulturelles Phänomen deuten und interpretieren kann. [mehr]
Bart Lootsma, Michael Wallraff, Jenseits von Pragmatik
Nach Anlass von Michael Wallraff's Ausstellung "Looking Up. Vertical Public Space" im MAK in Wien (05-10-2011 - 04-03-2012) bespricht Bart Lootsma Wallraff's Ideen und Arbeiten kritisch. [mehr]
Peter Volgger: Zu einer Topologie des Blicks in den Alpen
Nach Anlass der Habilitation von Bettina Schlorhaufer unter dem Titel "In Den Bergen baut der Blick" entwickelt Peter Volgger eine neue Interpretation des Blickes auf und in den Alpen. Der Text ruft drei verschiedene Szenarien auf, die der Präzisierung und Justierung des Blicks in und auf die Alpen dienen. [mehr]
Manuela Hötzl: Petra Gemeinböcks Architektonischer Aktivismus
Die Installation „Zwischenräume“ von Petra Gemeinböck und Rob Saunders im Wiener Museumsquartier verweist auf digitale Überwachungsmaschinerien und moderne, militärische Kampftaktiken in urbanen Räumen. Der Prototyp simuliert aber auch ein Szenario, um zu untersuchen was passiert, wenn der Raum selbst (oder Teile davon) zu einem performativen Akteur wird und mit dem Publikum interagiert. [mehr]
PETER VOLGGER: DAS ARBEITERVIERTEL DER SEMIRURALI IN BOZEN
Das Arbeiterviertel der semirurali in Bozen ist zur Zeit des italienischen Faschismus enststanden und steht im engen Zusammenhang mit den siedlungs- und städtebaulichen Vorstellungen und dem daraus abzuleitenden totalitären Gesellschaftsprojekt dieser [mehr]
Heinz Tesar im Gespräch mit Bettina Schlorhaufer: Architektur ist erstarrte Geste
Mit dem BTV-Stadtforum, der Hauptsitz der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) in Innsbruck, realisierte der Architekt Heinz Tesar seit langem wieder ein Gebäude in seiner Heimat Tirol. Ein Gespräch mit Bettina Schlorhaufer über [mehr]
ANDREAS RUMPFHUBER: ÜBER-GURU-SPACE
Der Über-Guru für Manager Tom Peters inszeniert sich als vorbildliches zeitgenössisches Arbeitssubjekt in dem Bett eines Luxushotels. Das Porträt ist nicht nur deswegen signifikant weil er sich zeri drittel des Jahres in Hotels aufhält. Dort bereitet er seinen Arbdeitstag vor. Leben, Wohnen und Arbeiten vermischen sich in diesem opulenten Hotelzimmer. Die zugezogenen Vorhänge etablieren eine [mehr]
Florian Medicus: Tatlins Turm, Vision und Anmaßung
Wladimir Jewgrafowitsch Tatlins Entwurf für ein Monument der III. Internationalen kann und müsste eigentlich als das signifikanteste und wohl den Kulturbegriff der sowjetischen Avantgarde prägendste Projekt
verstanden werden. Das Monument sticht aus einer vielfältigen, oft auch verwirrenden kollektivenHöchstleistung aus mehreren Gründen hervor, und steht letztlich symptomatisch für die geschichtliche Entwicklung der jungen Sowjetunion bis 1934. [mehr]
Bart Lootsma: More Maastricht Bean Counting!
oder: was könnte heute eine Europäische Architekturtheorie sein?

Die große europäische Errungenschaft des 21. Jahrhunderts war, dass Architektur, als intelligente Organisation und kultureller Ausdruck unserer Gesellschaft breiten Massen der Bevölkerung zugute kam.Könnte Architekturtheorie heute eine Rolle spielen, indem sie versucht, neue kollektive Interessen zu formulieren? Wären diese anders als Architekturtheorien in anderen Ländern oder auf anderen Kontinenten? Und wenn ja: wie? Gibt es vielleicht bestimmte
Traditionen, die eine europäische Architekturtheorie weiterführen oder mit denen sie brechen möchte? Gibt es bestimmte Werte, die sie zum Ausdruck bringen oder Ziele, die sie verfolgen möchte? Was hätte sie der Welt anzubieten? Ist es eigentlich nicht seltsam, uns gerade in einer globalisierten Welt noch über so etwas Gedanken zu machen? Meinen wir mit ‚Europäisch’ vielleicht eigentlich etwas anderes,viel Allgemeineres, wofür wir keine Worte haben? [mehr]

Bart Lootsma: Individualisierung
Spätestens seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Individualisierung ein implizites, heimliches Movens des achitektonischen Diskurses. Die Herangehensweise an dieses Phänomen hat sich jedoch im Laufe der Zeit entscheidend verändert. In den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern betrachtete man Individualisierung als ein Ziel, das bewußt angestrebt werden mußte – und viele sehen das auch heute noch so. Die Hauptaufgabe der progressiven Architektur bestand also darin, ästhetische und organisatorische Unterschiede zu finden und zu erzeugen, ja sogar darin, solche Unterschiede bewußt zu provozieren. In Zukunft, und diese Zukunft hat bereits begonnen, wird Individualisierung etwas sein, mit dem man sich auseinandersetzen muß, dem man Rechnung zu tragen hat. Es ist heute eine immense Aufgabe, weil, so Ulrich Beck, ‚jeder Versuch mit einem neuen Konzept sozialen Zusammenhalt zu erzeugen, von dem Wissen ausgehen muss, dass Individualismus, Vielfalt und Skeptizismus tief in der westlichen Kultur verankert sind’. [mehr]
RENE DAALDER: SPACECOLLECTIVE
Rene Daalder is a Dutch writer and director. He lives in Los Angeles. Originally a protege of Russ Meyer, Rene Daalder has worked with [mehr]
BAS PRINCEN, MILICA TOPALOVIC: AUSSTELLUNG INVISIBLE FRONTIER
Ausstellung 'INVISIBLE FRONTIER, Landscape Fictions Based On True Stories' von Bas Princen und Milica Topalovic im AUT in Innsbruck. Die Ausstellung entstand in einer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Architekturtheorie der Leopold-Franzens Universität Innsbruck. [mehr]
Bart Lootsma: Analoge Landschaft
Die Arbeiten von Bas Princen und Milica Topalovic.
Bas Princen und Milica Topalovic haben in wenigen Jahren sowohl gemeinsam als auch individuell, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen ein [mehr]
Linz Status Quo - Bart Lootsma: Accelerating Stifter
Warum weiß ich nicht, aber wenn man an Linz und seine Landschaft denkt, bleibt immer eine gewisse Distanz bestehen. Die Stadt ist mit der Landschaft nicht wirklich kongruent, ähnlich wie das eigentliche Geschehen in den Gemälden der „Donauschule“, einer Tendenz in der Malerei aus der frühen Renaissance, die im 16. Jahrhundert die Donau entlang entstand, „hineinmontiert“ erscheint. Die Art wie Stadt und Landschaft, als Kultur und Natur, in Österreich immer noch als streng getrennte Einheiten betrachtet werden, geht also mindestens auf diese Zeit zurück und stammt nicht erst aus der Romantik. Diese Trennung ist heute aber problematisch geworden, da die Städte schon längst über ihre Grenzen hinausgewachsen sind und die Landschaft, die sie umgibt, noch viel länger eine Kulturlandschaft ist. Damit ist es eine Landschaft, die man planen kann und soll – und keine Wildnis.

Veröffentlicht/Published in: Angelika Fitz, Martin Heller (Hg. / eds.), LINZ TEXAS. Eine Stadt mit Beziehungen / A City Relates, Springer-Verlag/Vienna.

Linz Status Quo - Shumon Basar: Wo liegt das Problem? Das ist das Problem.
Wenn das Problem darin besteht, dass es keine Probleme gibt, kann dann Kultur (ob nun Kunst, Architektur oder eine Kombination beider) die Verheißung von Problemen sein? Der Künstler Gustav Metzger rief einmal alle KünstlerInnen der Welt zum Streik auf, in Form einer [mehr]
OTTO NEURATH - THE LANGUAGE OF THE GLOBAL POLIS
Nader Vossoughian ist Assistant Professor für Architektur am New York Institute of Technology, Autor, Theoretiker und Kurator. Er promovierte bei Kenneth Frampton an der Columbia University mit einer Dissertation über Otto Neurath. Erst kürzlich [mehr]
BART LOOTSMA: SADAR VUGA BALANCING ACT
For an office that exists for only such a relatively short time, SADAR VUGA has realized an amazingly broad and mature oeuvre. Stunning is that from the beginning, in the work of SADAR VUGA maturity goes hand in hand with innovation –be it never really with experimentation for the sake of the experiment. Firmly rooted in the great former Yugoslavian and Slovenian modernist tradition, Sadar Vuga orientate themselves internationally and their work indeed looks international and timeless. [mehr]
Bart Lootsma: Die Rückeroberung der Zukunft
Vortrag im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Ausstellung des 5. Otto-Wagner-Städtebaupreises, Initiative Architektur + Arch+Ing + Magistrat der Stadt Salzburg, gehalten am 11.03.2008. [mehr]
Bart Lootsma: Buridans Esel
Es ist noch nicht so lange her dass ich in ARCH+ Rem Koolhaas kritisierte wegen seines fast Duchamp-artigen Schweigens in politischen und ideologischen Fragen. Ich war nicht der einzige. Ein derartiger Vorwurf kann man Koolhaas heute nicht mehr machen. Koolhaas ist mit AMO möglicherweise von allen Architekten am explizitesten und präzisesten wenn es um politische Fragen geht und seine [mehr]