22.10.2010
Vortrag Bart Lootsma: Die Stadt als gefaltete Gewalt Denker wie Paul Virilio sehen den Ursprung der Stadt nicht im Handel oder in der Demokratie, sondern in der Kriegsführung, die den Städtebau bis heute in unterschiedlichen Formen bestimmt. Laut Deleuze und Guattari entsteht die Stadt aus einem ständigen Falten und Entfalten des glatten Raumes der Wüste und des gekerbten Raumes der Stadt. Dies ist auch ein ständiges Falten und Entfalten einer nomadischen und städtischen Lebensweise. Die ‚retroaktive Glättung‘, die Deleuze und Guattari in der Stadt wahrnehmen, ist nicht nur die (Wieder-) Einführung von ruralen Lebensweisen in der Stadt, sondern auch die Wiedereinbettung der nomadischen Kriegsführung. So ist Stadt heute das Terrain der asymmetrischen Kriegsführung per excellence geworden, worin Grenzen ständig neu verhandelt werden, wie Eyal Weizman in seinem Buch ‚Hollow Land‘ analysiert. (Den ganzen Artikel als PDF zum Download)
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